Freitag, 25. Dezember 2009

Weihnachtstour



Die letzten 2 Wochen waren für uns als Impactler sehr stressig. Die letzten Vorbereitungen für unser Weihnachts-programm  waren gemacht, alle Kostüme fertig, Texte gelernt und die Bandproben auch abgeschlossen. Also gingen wir auf unsere 7-tägige Tour in die verschiedenen Orte. Salinas, Cotacachi, Chamanal, La Concepción, La Loma, Atuntaqui und zum Schluss Ibarra waren die Stationen. Nicht die größeren Gemeinden wie Ibarra, Atuntaqui oder Cotacachi waren die Highlights, sondern die kleinen Dörfer der Negritos lagen uns besonders am Herzen. Die Menschen warteten schon Stunden eher vor den Häusern auf uns und zeigten ihre Dankbarkeit und Freude über unser Programm auf eine ganz spezielle Weise. In Chamanal kam das ganze Dorf in einen total kleinen Raum, alle standen gequetscht, aber waren trotzdem total begeistert. Der Bürgermeister, der immer auf seinem Esel angeritten kommt, half uns den ganzen Abend und unterstütze es, das endlich mal was los war in seinem Dorf. Alles in allem war es eine anstrengende aber echt schöne Woche, die uns viele Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen brachte.
In Salinas durfte ich in den letzten Wochen  mit den Mädels einen Tanz einstudieren, den wir auch aufführten. Das machte mir natürlich am meisten Spaß. Es sollen aber noch mehr Tänze folgen, die dann nochmals zu Ostern aufgeführt werden.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Urlaub im Oriente


Die letzte Woche waren wir im Urlaub im Oriente. Unsere 5-tägige Reise führte uns zuerst nach Baños, wo wir eine Quadtour auf den Vulkan Tungurahua machten. Weiter ging es auf einem Pickup zu einer Affenauffangstation, wo wir mit den Affen kuschelten und spielten. Danach fuhren wir nach Misahualli, verbrachten dort eine Nacht und machten eine Wanderung durch den Urwald zu einem Wasserfall, indem wir uns abkühlten. Später fuhren wir mit einem Boot in unsere Lodge mitten im Urwald, wo wir 2 Nächte verbrachten. Eine Kanutour, besuch einer Tierauffangstation, eine Reifenfahrt sowie springen vom Baum in den Fluss Napo waren die Highlights der 2 Tage. Danach verließen wir die Liana Lodge wieder und es ging zurück nach Baños. Dort blieben wir wieder für eine Nacht und fuhren am nächsten Tag wieder 6 Std mit dem Bus nach Ibarra.

Mittwoch, 25. November 2009

Die Arbeit


Heute will ich nun mal bissle was von meiner Arbeit erzählen.
Jeden Donnerstag geh ich mit Daniel in den Kidsclub nach Cotacachi. Dort sind ca. 40 Kids aus der Mittelschicht Ecuadors. Sie gehen alle in die Schule und können sich auch einen normalen Lebensstandart leisten. Wir bereiten bis jetz nur Spiele vor oder die Bastelarbeit. Hier ein Bild mit Samuel, dem Sohn von Washo (Pastor in Cotacachi) auf dessen Pickup.


Freitags fahren Freddy, Fabi und Ich dann mit den Missionaren Heiko und Simone Erndwein nach Piaba, einem Dorf, wo nur Chichua-Indianer leben. Die Kids gehen größtenteils nicht in die Schule und die Armut ist überall zu sehen. Doch die Kinder sind extremst lieb und freuen sich jedes Mal total wenn wir kommen. Die Quichua sind eher zurückhaltend und schüchtern, aber mitlerweile haben sie Vertrauen zu uns gefasst.





Letzten Dienstag sind dann Simone, Micha und Ich mit dem Missionar Rainer Kröger nach Chamanal gefahren. Dieses Dorf ist total abgeschieden und der Weg dorthin gefährlich, weil es immer wieder Erdrutsche gibt. In Chamanal leben nur Negritos, die das komplette Gegenteil der Quichua sind. Sie sind laut, total aufgeschlossen, lebendig, aber auch sehr grob in ihrem Umgang. Es war schon krass diese extremste Armut zu sehen. Die Kinder haben keine Schuhe an, ihre Kleidung ist zerissen und treckig und sie trinken aus treckigen Wasserschläuchen, die irgenwo herumliegen. Trotzdem freute es uns sehr, dass 110!!! Kinder zu unserem Program kamen.

Donnerstag, 19. November 2009

Chachimbiro



Wenn der Missionar nicht da ist und wir auf sein Haus aufpassen sollen, dachten wir uns, können wir da gleich mal Carmens Geburtstag reinfeiern. Dazu luden wir noch die beiden Mädels der Missionarsfamilia Williams (USA) ein, die gerade für eine Woche aus dem Jungle nach Ibarra kamen und Kathi aus Dresden, die als Lernhelfer bei der Missionarsfamilie Sick ist.
Nach einer sehr kurzen Nacht, ging es am nächsten Morgen nach Chachimbiro, zu den heißen Quellen. Daniel Sick, Kathi und die 2 ältestens Jungs fuhren mit und wir genossen die Entspannung.
Später wollten alle aus meinem Team mit einer Seilbahn über eine schlucht fahren. Ich wollte überhaupt nicht, wurde aber mehr oder weniger gezwungen...jaja der Gruppenzwang. Aber es war richtig cool.

Kein Regen, kein Strom


Zur Zeit ist in Ecuador theoretisch die Regenzeit. Aber bis jetzt hat es so gut wie noch nie geregnet. In Ecuador wird die Stromversorgung über einen Stausee geregelt. Da der aber nun zu wenig Wasser hat, können die Turbinen nicht laufen und keinen Strom produziere. Deshalb hat die Regierung beschlossen, in ganz Ecuador immer abwechslend von Stadt und Stadtteil den Strom für ca.6 Std pro Tag abzustellen. Deshalb sitzen wir jetz meistens bei Kerzenlicht abends da. Für viele Menschen bringt das echt große Probleme, bis zum Existenzverlust. Veranstaltungen abends werden abgesagt und das ganze Leben ist eingeschränkt.
Als es dann letztens mal wieder geregnet hat, freuten wir uns riesig und genossen den Abend bei einer Wasserschlacht auf der Dachterasse.

Donnerstag, 12. November 2009

Flusswanderung Santa Rosa


Am 1.November waren wir mit unserem Jugendkreis aus Ibarra in Santa Rosa. Uns wurde vorher gesagt, wir machen eine Flusswanderung und sollen neue Klamotten mitbringen, da wir bis zum Hals unter Wasser sein werden. Wir glaubten natürlich nicht, dass das ernst gemeint war. Doch genau das war es. Wir liefen 3 Std. durch den Fluss und hatten extremst viel Spaß dabei so nass wie möglich zu werden. Freddy und Carmen entdeckten dann noch eine Naturrutsche, die die Ecuadorianer selbst noch nicht ausprobierten. Auf jeden Fall waren wir total begeistert von diesem Ausflug und haben uns schon vorgenommen, dies nochmal zu machen.

Sonntag, 1. November 2009

Teamleben


Hier nun mal einiges was uns in den letzten Wochen so passiert ist:

  1. Glaspizza: Micha und Fabi wollten Pizza machen. Da wir aber nur ein Blech mit der richtigen Größe zum reinschieben in den Backofen haben, musste improvisiert werden. So stellten sie 2 Auflaufformen als Unterlage für das zu kleine Blech in unseren Gasbackofen. Als wir nun das Blech rausholten und Micha das nächste reinstellen wollte, zerbrach die Glasauflaufform in tausend Teile. Auf der Pizza hatten wir nun Glasscherben. Aber es war trotzdem lecker!
  2. Cocktails: Micha und Ich wollten Cocktails machen...mit Orangensaft und Limetten und Zucker. Ich bat Ihn mir den Zuckerbehälter zu geben und schüttete in jedes Glas einen Esslöffel. Beim Trinken später, hörten wir nun: „Das schmeckt so eklig, wie Meerwasser“. Super ich regte mich schon über den O-Saft auf, bis wir merkten das wir Zucker und Salz verwechselt hatten. Also machten wir neue Cocktails und diesmal richtig.
  3. Beachparty: Da wir oft über das Fehlen eines Sofas in unserer Wohnung klagen, entschlossen Franzi und Ich unsere Bettdecken zu holen, uns ins Wohnzimmer unter unsere „Palme“ zu legen, eine heiße Schokolade zu genießen und uns Strandfeeling zu verschaffen.
  4. Müllwagensinfonie: In Ecuador machen sich Müll- und Gaswagen immer durch laute Musik bemerkbar. Die Melodie des Müllwagens ist so aufdringlich, nervig und belastend, dass wir sie analysierten. Da wir jetzt die Noten kennen, klingt diese Melodie nun nicht mehr nur auf der Straße, sondern auch in unserer WG. Ob als Schlachtruf für ein Fußballspiel, auf unserer ecuadorianischen Flöte oder auf der Gitarre, die Müllwagensinfonie wurde von uns in die verschiedensten Variationen verfasst.
  5. In der Gemeinde in Atuntaqui fragte mich eine Frau wie alt ich doch sei. Unüberlegt antwortete ich: „Veintiocho“. Sie schaute mich völlig entgeistert an und fragte noch mal. Ich bejahte das wieder, bis mich Carmen darauf hinwies, dass das ja ned 18 sondern 28 bedeutet. Ja da hat man 5 Jahre Spanisch in der Schule und kann nicht einmal sein Alter sagen.  
 Hier nun ein kleiner Einblick in unsere Beachparty



Dienstag, 27. Oktober 2009

Lago Cuicocha

Letzten Samstag waren wir mit dem Jugendkreis aus Atuntaqui am Lago Cuicocha...4 Stunden Wanderung auf 3500m und das bei 30°C. Da war es natürlich klar, dass wir uns den ersten richtigen Sonnenbrand holten. Doch gelohnt hat es sich auf alle Fälle...wir hatten eine traumhafte Aussicht auf den See und die Inseln und genoßen wieder einmal den Ausgleich zu unserem Stadtleben.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

The mighty jungle


Nach 2 Std. Busfahrt von Ibarra nach Lita und einer Std. auf einem Pickup mit 23 Mann waren wir endlich am Rande des Urwaldes angekommen. Die Nacht vom 20. zum 21. Oktober verbrachten wir im Jungle in Rio Verde bei den amerikanischen Missionarsfamilien William und Shaub. Es war total genial. Das einfache Leben der beiden Familien ist doch das komplette Gegenteil zu unserem Stadtleben in Ibarra. Es gibt kaum Strom, aber eine atemberaubende Aussicht und fast alles spielt sich in der Natur ab. Da freute es uns natürlich, dass wir zu einer 3 stündigen Jungletour eingeladen wurden, die alle unsere Erwartungen erfüllte. Wir waren fast nur mit fotografieren beschäftigt um ja jeden Augenblick fest zu halten.

Samstag, 17. Oktober 2009

Putzen, Sport und Spanisch

Jetzt sind wir schon fast 2 Wochen hier und der Alltag kehrt ein. Nachdem unser ganzer Tagesablauf von Daniel exakt durchgeplant wurde und total viele Pläne (Putzen, Essen, Tagesablauf, Teams, Arbeit...) unsere Pinnwand schmücken, haben wir uns langsam in unserer neuen Heimat eingelebt. Mit unserem Spanisch kommen wir langsam ganz gut zurecht. Da wir jeden Samstag in CCB(Bibelschule) gehen und die Gottesdienste auch auf Spanisch sind. Donnerstags, Freitags und Sonntag Nachmittag sind wir dann in den unterschiedlichen Kidsclubs und Jugendkreisen. Ich bin hauptsächlich in Cotacachi unter den Awa-Indianern.

3 mal in der Woche heißt es zeitig aufstehen und ab auf die Landebahn des Flughafens, der jeden Morgen für sämtliche Sportler geöffnet hat.






Mittwoch, 7. Oktober 2009

Welcome to Ecuador



Es ist soweit…ich bin in Ecuador gelandet. Nach einem sehr anstrengenden Flug von Stuttgart nach Amsterdam und dann weiter nach Quito mit Zwischenstopps auf der Karibikinsel Bonaire und Guayaquil (Ecuador) bin ich nun endlich angekommen. Drei unserer Missionare holten uns vom Flughafen ab und eine zweistündige Autofahrt in unsere Stadt Ibarra begann. Am meisten schockte mich hierbei die ecuadorianische Fahrweise und dass so gut wie keine Verkehrsregeln beachtet werden.
Doch noch mehr begeisterte mich die einzigartige Landschaft. Als wir nun unsere Wohnung betraten erreichte unsere Begeisterung den Höhepunkt: Wir haben eine komplett neue Wohnung, die erst einen Tag vor unserer Ankunft fertig geworden ist. Wir bewohnen den 4. Stock des Gemeindezentrums in Ibarra und haben einen tollen Blick auf die Stadt und die Berge. Da macht sogar das Abwaschen Spaß, wenn man dabei den schneebedeckten Cayambe sehen kann.
Als nächstes machten uns dann noch die Temperaturen und die Höhe zu schaffen, denn man ist bei jedem Treppensteigen ganz schön kaputt. Das wars erstmal von mir...Bilder sind in Galerie!

Mittwoch, 30. September 2009

Das letzte Mal...

Das letzte Mal Kino, der letzte Abend mit meinen Mädels, das letzte Volleyballtraining, das letzte Mal McDonalds, zum letzten Mal Moped fahren, der letzte Gottesdienst in meiner Gemeinde, die letzte Jugendstunde, das letzte Mal Fishermans Friends, das letzte Phos-Konzert, das letzte Mal schwimmen gehen mit Anne...
Mit diesen Gedanken verbringe ich nun die letzten 2 Wochen vor dem Abflug. Mir wird langsam bewusst, was ich doch wirklich alles hier zurücklasse. Trotzdem steigt meine Vorfreude auf Ecuador jeden Tag mehr und ich kann es kaum noch erwarten endlich meine neue Heimat zu sehen.

Donnerstag, 17. September 2009

Vorbereitung in Bad Liebenzell

Die 2 Wochen in Bad Liebenzell sind nun fast vorbei. Doch trotzdem war es eine echt geniale Zeit hier. Am Montag den 7.September lernte ich zum ersten Mal mein Team kennen. Wir (Simone, Franzi, Freddy, Carmen, Micha, Fabian, Daniel und Ich) werden das neue Impact-Ecuador-Team sein. Zusammen mit unserem chilenischen Teamleiter Daniel werden wir nun am 5. Oktober in unsere neue Heimat fliegen.

Die erste Woche war voll ausgefüllt mit nem intensiven Spanischkurs, der uns echt nur wenig Freizeit ließ. Trotzdem verbrachten wir viele schöne Stunden auf unserer W-LAN-Wiese oder beim Volleyball spielen.
Zusammen mit den anderen Teams, die nach Papua-Neuguinea, Schweiz/Lichtenstein, Russland und Spanien gehen werden, erlebten wir ne echt schöne Zeit.

In die 2. Woche starteten wir mit einem Besuch in der Therme und entspannten uns nochmal richtig, bevor die Teambuilding-and Preparation Days starteten.

Am Dienstag fuhren wir ins Monbachtal in den Klettergarten zur Erlebnis- pädagogik. Obwohl viele Aufgaben unlösbar erschienen, gingen wir doch echt an unsere Grenzen und erlebten Vertrauen im Team auf eine ganz neue Art.

Sonntag, 6. September 2009

Abschiedsparty 5.Sept.09

Jetzt wird es langsam ernst. Ich bin nur noch einen Monat hier. Dann geht es ab nach Ecuador und das für 10 Monate. Jetzt heißt es natürlich langsam Abschied nehmen.
So wurde ich von meinen Freunden mit einer echt schönen Abschiedsparty überrascht.